Deutsche Fernsehen über Internet

Das Deutsche Fernsehen über das Internet

Sie wird unter den Deutschen immer seltener. Der neue EntertainTV von der Deutschen Telekom. Einführung: Fotos im Hinterkopf 9.12.2016 Aus: Wie gestaltet das Fernsehen die Öffentlichkeit und wie ist ihr aktueller Stand?

Handelt es sich immer noch um ein Lead-Medium? Gerade Jugendliche präferieren heute das Internet in nahezu allen für sie wichtigen Bereichen des Lebens. Unter dem Schlagwort "Mauerfall" gedenken die meisten Menschen der Erinnerung an Trabant-Kolonnen, die durch ein Gitter von applaudierenden Menschen fuhren oder an Menschen, die die Berlinsche Mauer drängten.

Mit der " Mond-Landung " denkt man bei den meisten älteren Menschen darüber nach, wie sie 1969 die erste Mond-Landung bei Nacht im Fernsehen gesehen haben. Die meisten von ihnen kennen den Zeitlupenausschnitt aus der WM-Finalübertragung von 1966 mit dem Schlagwort "Wembley-Tor" und wissen auch, wie bitter die Debatte darüber war, ob ein Ziel oder kein Ziel erkennbar war.

All diese Aufnahmen haben wir im Fernsehen gesehen. Der Fernseher formt die in unseren Köpfen befindlichen Aufnahmen, nicht nur die Standaufnahmen, sondern auch die beweglichen Bildfolgen, die vor unserem Innenauge ablaufen. Das Bildsymbol hingegen verdichtet ein Gefühl von Zeit oder Leben oder einen speziellen geschichtlichen Moment in einem mit modernen technischen Prozessen (analoge und digitale Photographie, Fernseh- oder Filmaufnahmen) erzeugten Gesamtbild.

Derartige Bildsymbole heben sich von der täglichen Bildflut ab und gelangen als Vertreter der Zeit oder des Ereignisses in das Kollektivgedächtnis. Schlüsselfrage: Ist das Fernsehen nach wie vor das führende Medium der Öffentlichkeit? Unsere gemeinschaftliche Wahrnehmung ist von Fernsehbildern und von Ereignissen bestimmt, die vom Fernsehen in sie hineingebrannt wurden. So prägt das Fernsehen unser gemeinsames Erinnerungsvermögen ebenso wie unsere Erfahrung der Gegenwartskunst und unseren Ausblick in die Zeit.

Wir können fast behaupten, dass es unser Weltbild als Ganzes prägt: Was wir mit vielen anderen Menschen gemeinsam haben, nehmen wir aus dem Fernsehen. Die Ideen von uns in den Bereichen der Gesellschaft, der Gesellschaft, der Politik, der Ökonomie, der Gesellschaft, des Sports und der Welt, in der wir leben, werden durch das Fernsehen geprägt, so wie die Ideen der vorangegangenen Jahrzehnte durch Radio und Zeitungen.

Doch geht das Zeitalter des Fernsehens nicht zu Ende? Sind die originalen TV-Bilder noch so schwer wie vor zehn Jahren? Übernimmt nicht das Internet das Fernsehen, so wie das Fernsehen das Radio als führendes Medium und das Radio die Medien ablöst? Bleibt das Fernsehen das führende Medium der Öffentlichkeit?

Der Stellenwert des Fernsehempfangs in der Öffentlichkeit ist keine Selbstverständlichkeit mehr, ebenso wenig wie die Fotoberichte des Magazins Sterns oder die Sportsendungen im Radio die Öffentlichkeit nicht mehr natürlich mitgestaltet haben. Wofür steht ein Leadmedium? "Das " Führungsmedium " ist eine gesellschaftliche Konstruktionsweise, d.h. eine sozial vereinbarte Zuweisung.

Dazu gehört die Zuweisung einer Managementfunktion für die Öffentlichkeit. Der Zuweisung des "Leitmediums" stehen verschiedene Aspekte gegenüber, die zu unterschiedlichen Handlungsfeldern führen: Unter einem politisch-journalistischen Gesichtspunkt ist die Gestaltung der Öffentlichkeit wichtig, unter einem kulturwissenschaftlichen Gesichtspunkt die Gestaltung der Weltanschauungen, unter einem wirtschaftlichen Gesichtspunkt die wertschöpfende Relevanz.

Somit kann ein Mittel in der Regel als führendes Mittel, wie z.B. das Fernsehen, unterschieden werden. Aber auch einem Provider im Zuge eines Medienangebots ist es zu verdanken, dass sein Leistungsangebot eine führende Funktion hat, wie z.B. Das Erste der ARD in der Fernsehsendung oder Der Spiegelbild in der Zeitungspresse. Dabei ist auch zu differenzieren zwischen den Prozessen, durch die eine Führungsfunktion möglich wird, den Wirkmechanismen, die ein Führungsmedium charakterisieren: Eine Führungsfunktion kann einem Medien zugeordnet werden, weil es einen großen Teil der Menschen betrifft, d.h. in Bezug auf seine Bandbreite.

Allerdings ist eine leitende Funktion auch darauf zurückzuführen, dass ein mediales Angebot von anderen medialen Akteuren wahrgenommen und erlernt wird, z.B. andere mediale Akteure nehmen die Topics und Standpunkte der Süd-deutschen Tageszeitung (Intermedia Agenda Setting) wahr. Eine Führungsrolle kann letztlich auch dadurch erreicht werden, dass Teilen der Weltelite, z.B. Politikern, ein besonders wichtiges Mittel, z.B. die Bildzeitung, vorgeworfen wird und es als Stimmungsbarometer der Öffentlichkeit versteht.

Dem Medien kann eine auf die Öffentlichkeitsarbeit im Nahbereich beschränkte Leitungsfunktion zugewiesen werden, z.B. der lokale Teil einer Lokalzeitung wie der Rheinische Pos. Auch ein führendes Medien kann einen Sozialraum schaffen, der sich von den Territorialgrenzen abhebt. Diese Änderung führt nicht zu einem scharfen Austausch eines Schlüsselmediums durch ein anderes, sondern zu sanften Übergängen mit sehr kurzen Deadlines.

Führende Medien, die ihre führende Funktion eingebüßt haben, sind noch lange Zeit wichtig. Nach wie vor erfreut sich das Werk großer kultureller Anerkennung, obwohl es für die Bildung der öffentlichen Meinung nur von sehr geringer Relevanz ist. Das Leadmedium muss laufend aktualisiert werden und den sich ändernden Anforderungen an ein Leadmedium entsprechen, um ein Leadmedium zu sein.

Wir können diese vielen Aspekte nur am Rande betrachten, wenn wir im Nachfolgenden darüber diskutieren, ob das Fernsehen weiterhin das führende Medium ist. Wie meinen wir das Fernsehen? Das Fernsehen ist der Ausschnitt aus dem Massenmedium, d.h. ein Medium, das es einem Kommunikationspartner erlaubt, normierte Kommunikationsmittel (Informationsträger) mit hoher Effektivität an eine unbeschränkte Anzahl von Empfängern zu verteilen.

Das Fernsehen befähigt die Gesellschaften, sich selbst zu beobachten und ihre Kommunikationsarbeit in einem beispiellosen Ausmaß zu strukturieren. Dementsprechend heftig sind die Streitigkeiten über den Zutritt zum Fernsehen und dessen Regulierung[3]. Eine Besonderheit des Fernsehens als Massenmedium ist, dass es die Charakteristika der bisher dominanten Medien in den Bereichen Print, Funk und Kino verbessert und zusammengeführt hat.

Auch das Fernsehen ist bereits ein Hybridmedium[4], weil es die Charakteristika von Radio (Aktualität), Kino (Multimedia) und der Medien (journalistische Professionalität) vereint. Das Fernsehen ist durch die folgenden Besonderheiten gekennzeichnet: Hinsichtlich der Häufigkeit des Angebotes ist das Fernsehen durch die Geradlinigkeit der nach einem festgelegten Zeitplan bestellten Sendung und deren gleichzeitigen Empfang charakterisiert.

In Bezug auf die inhaltliche Allgemeingültigkeit ist das Fernsehen durch die Verbindung von Informationen, Unterhaltungsangeboten und Bildungsangeboten gekennzeichnet. De interactiviteit zwischen Communicator en recipient ist minder. Für die Erstellung von Fernsehprogrammen ist ein hohes Maß an Professionalismus der involvierten Kommunikationspartner und eine Komplexität der Organisationsstruktur, vor allem in Form von technischen und hierarchischen Verlagsbüros, erforderlich. Die medienrechtliche Gesetzgebung bedarf einer scharfen Unterscheidung zwischen Fernsehen und Nicht-Fernsehen aus Angebotssicht[5].

In der Kommunikationswissenschaft ist es daher sinnvoller, zwischen verschiedenen Fernsehabstufungen zu unterscheiden: Die Begründung, diese Merkmale auf eine Mitteilung anzuwenden, ist umso berechtigter, diese Mitteilung als "Fernsehen" zu betrachten. So lässt sich zum Beispiel umso mehr von "Fernsehen" sprechen, je geradliniger ein Media-Angebot erstellt und empfangen wird. So entsteht ein komplexes Fernsehkonzept, das auf die vielen Erscheinungsformen der modernen medialen Verständigung anwendbar ist: von der verzögerten Benützung der "Tagesschau" über die Weiterleitung von Fernsehausschnitten in Social Online-Netzwerken bis zur Veröffentlichung von Videofilmen durch Einzelpersonen.

Das Fernsehen kann nach unterschiedlichen Aspekten unterschieden werden: Anhand der Verbreitungskurve in Deutschland kann die Entstehung des Leitmediums nachvollzogen werden ( "Verbreitungskurve" bezeichnet den zeitlichen Ablauf z.B. einer Produktverteilung oder -nutzung). Es zeigt sich, dass ab der Jahresmitte der 1960er Jahre in mehr als der Haelfte der dt. Haushalten das Fernsehen empfing und damit die oeffentliche Korrespondenz zu gestalten begannen (siehe Abbildung unten).

Für die rasche Einführung des Fernsehempfangs gab es folgende Gründe: Somit hat sich im Laufe der Zeit eine beachtliche Nutzungsdauer des TV-Konsums herausgebildet (siehe Abbildung unten). Mit der Einführung des Fernsehempfangs änderte sich die Nutzung der Informationsmedien und die konventionellen Publikumsmedien verlor an Bedeutung. Doch die konventionellen Kommunikationsmedien konnten sich durchsetzen, wenn sie sich den geänderten Rahmenbedingungen anpassen und ihr Image verändern: So wurde beispielsweise das Hörfunk von einem Einschaltmedium in ein begleitendes Medium umgewandelt.

Die Filme kooperierten mit dem Fernsehen. Mit einer Differenzierung der Publikumsmagazine konzentrierten sie sich auf sehr enge Adressaten mit engem Interessenprofil. Sie haben auch gleichzeitig mit den Programmführern eine Service-Funktion für das Fernsehen erfüllt. Einige der konventionellen Materialien wurden so durch das Fernsehen abgelöst (ersetzt) und mussten immer mehr eingeschränkt werden.

¿Wie gestaltet das Fernsehen die Öffentlichkeit? Das Fernsehen gestaltet den Arbeitsalltag unter zeitlichen, inhaltlichen und sozialen Aspekten. Das Fernsehen beeinflußt die Bildung politischer Meinungen. Das Fernsehen beherrscht die wirtschaftliche Öffentlichkeit. Das Fernsehen gestaltet den Journalisten. Das Fernsehen steht im Mittelpunkt der Berichterstattung. Vor allem durch eine zeitlich strukturierte Gestaltung von Tag, Zeit und Jahr gestaltet das Fernsehen den Lebensalltag der Menschen.

1 ) oder andere befristete Programme haben auch eine Strukturierungsfunktion im Alltag, aber keineswegs die gleiche Signifikanz wie die "Tagesschau" um 20:00 Uhr. Bei der Gestaltung der Wochen sind die Wochenendprogramme von entscheidender Wichtigkeit. Dazu gehören die Sport- und Fußballübertragungen am Sonnabend, die Samstagabend-Shows und der "Tatort" am Sonntag Abend, der im Schnitt von 7 bis 12 Millionen Zuschauern im Fernsehen verfolgt wird.

Man spürt hier die Geschwindigkeit der Uhr durch den Fernseher. Die Gestaltung der Kommunikationsinhalte im Alltagsleben erfolgt vor allem dadurch, dass das Fernsehen eine kontinuierliche und breit angelegte Nachkommunikation ermöglicht. Das Fernsehen ist dafür besonders gut gerüstet, da die Chance groß ist, dass andere auf ein gemeinschaftliches Medienreservoir stößt.

Mit der besonderen Suggestivkraft von Bewegtbildern kann das Fernsehen überzeugende Eigenschaften entfalten und nicht nur Tatsachen, sondern auch Gedankenmuster transportieren und so die Einstellung prägen. Inwieweit das Fernsehen das Wissen, die Meinungen, die Absichten und die Redebeiträge der Menschen wesentlich beeinflusst, zeigt die Tatsache, dass das Fernsehen nach wie vor als die bedeutendste Informationsmöglichkeit erwähnt wird[7].

Der Anbauhypothese zufolge wird die Wahrnehmungs- und Bewertungswelt von Menschen, die viel fernsehen, durch den Fernsehinhalt beeinflusst. Das kann zu erheblichen Realitätsabweichungen in der Praxis mit sich bringen (z.B. permanente Gewaltangst und Straftaten). In der sozialen Gestaltung der Fernsehkommunikation entstehen gegensätzliche Prozesse der Vernetzung und Abgrenzung.

Diejenigen, die sich mit wem und wie in engem Zusammenhang fühlen, lassen sich weitgehend auf das Fernsehen zurückführen. Auf der einen Seite gewährleistet das Fernsehen durch seine große Verbreitung eine homogene Darstellung, denn das Anbieten einer Tagesordnung und eines Interpretationsmusters für die aktuellen Problemstellungen hat eine integrative Wirkung. Durch die Fernsehberichterstattung über große Sportereignisse wird ein Publikum geboten, das nahezu alle umfasst[8].

Andererseits ermöglicht das Fernsehen eine Unterscheidung der Zielgruppen durch die Vielzahl der Kanäle und Programme, die durch eine starke Verbindung zu den einzelnen Formaten und deren intensiver Verwendung definiert sind. Für die Fernsehwahrnehmung ist dieser Gesichtspunkt von besonderem Interesse: Dem Fernsehen wird ein großer Einfluß auf die Entstehung der eigenen Meinung und dann auf die eigenen strategischen Entscheide zugesprochen.

Es ist wahr, dass das Fernsehen weniger dazu gedacht ist, durch die Aufdeckung von Problemen ein Thema zu bestimmen. Individuelle Standpunkte können im Fernsehen so übertragen werden, dass sie politisch an Gewicht gewinnt. Wahlkandidaten sind stark auf das Fernsehen angewiesen. Die Kandidatenduelle im deutschsprachigen Raum oder die Präsidentschaftsdebatten im US-Fernsehen sind die Highlights des Wahlkampfes.

Nicht nur der Absolutbereich ist für den Einfluß auf die Meinungsfindung entscheidend. Es ist auch von großer Wichtigkeit, dass das Fernsehen diejenigen Menschen anspricht, die sich nicht für Politik interessieren, d.h. solche Gruppierungen, die sonst wenig an der politischen Öffentlichkeit beteiligt sind. Das gilt insbesondere deshalb, weil das optische Erscheinungsbild dem Fernsehen ein hohes Maß an Authentizität verleiht.

Für die Politik der Meinungsfindung wurden im Fernsehen eine Vielzahl von Formen erarbeitet. Weitere Formen sind die diversen Zeitschriften der Nachrichtenredakteure, die Reportagezeitschriften mit politischer Ausrichtung, die Polit-Talkshows und nicht zuletzt Formen, die nicht unmittelbar als politisch bedeutsam erachtet werden, wie z.B. satirische Programme. Zu den TV-Anbietern gehören Unternehmen von beachtlicher Grösse.

Im Jahr 2015 erwirtschaftete die Deutsche Telekom einen Gesamtumsatz von 69,2 Mrd. ?[14]. Die wirtschaftliche Relevanz des Fernsehempfangs wird auch von den Empfängern relativiert: Die Haushaltsvergütung für den Fernsehempfang liegt bei 17,50 pro Kalendermonat, ein Sky Starter-Abonnement kostet 16,99 ?[15]. Mit etwas mehr als 1,8 Mrd. EUR pro Jahr[16] korrespondiert die gesamte Fernsehproduktion in etwa mit dem Umsatzvolumen von Firmen wie der Otto-Tochter Hermes Europe GmbH[17].

Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass der Fernsehmarkt nach wie vor ein stärker staatlich organisierter Wirtschaftszweig ist. Während Fernsehsendungen und Fernsehformate über die Grenzen hinweg verkauft werden und einige TV-Events globaler Natur sind, macht dies nur einen kleinen Teil der Programme und Umsätze aus. Das Fernsehen hat die maßgebliche wirtschaftliche Relevanz aufgrund der ihm zugeschriebenen Werbemacht, die sich in den korrespondierenden Ausgaben widerspiegelt.

In 2015 betrug der Fernsehwerbunganteil 46,1 Prozent der Bruttowerbeausgaben (2.986.329 T?). Damit ist der Prozentsatz in den vergangenen Jahren gestiegen[18]: In quantitativer Hinsicht spielt die Fernsehjournalistin eine nachgeordnete Funktion. Obwohl der Journalistenanteil in Deutschland seit der Erweiterung des Angebotes deutlich zugenommen hat, waren 2005 nur 15% aller Journalistinnen und Journalist im Fernsehen tätig[19].

Im Falle der Fernsehsender selbst stellen Journalistinnen und -sender eine Minorität dar, verglichen mit Mitarbeitern mit technischer und betriebswirtschaftlicher Verantwortung. Die Erhebung von Angaben zur beruflichen Struktur von Journalistinnen und Journalist in Deutschland ist im Grunde genommen nur schwer möglich. Daher ist die Basispopulation aller Journalistinnen und Journalist in Deutschland kaum zu bestimmen. Ein Weg, um mindestens einen Teil der Fachgruppe zu kontaktieren, ist über die Journalistenvereinigungen.

Weitere Indizien für die Bedeutung von Fernsehexperten ergeben ein gegenteiliges Gesamtbild. Im Schnitt liegen Fernsehexperten an der Tabellenspitze der Einkommensskala für Journalistinnen und -experten. Der ausländische Fernsehkorrespondent ist zum einen der sympathisch belegte Sinnbild eines Publizisten. Auf der anderen Seite haben die Moderatoren im Fernsehen ein noch schlechteres Ansehen als die meisten Journalisten[20].

Das Fernsehen hat eine grundsätzliche Anziehungskraft, die alle anderen Massenmedien übertrifft - von der Politik, von den Journalistinnen und Journalistinnen selbst und von der Bevölkerung[21]. Allerdings wird diese Signifikanz auch als Problematik angesehen: Dabei ist die Annahme einer starken Schlagkraft die Basis dafür, dass das Fernsehen das Hauptobjekt der medialen Kritik ist; Fernsehformate teilen die Köpfe regelmäßig[22].

Das vermeintliche Wirken ist auch die geistige und normierende Basis einer intensiven Regulierung: Das Fernsehen stand daher schon immer im Zentrum der Mediapolitik. Aber auch die mediale Forschung legt Wert darauf, sich dem Fernsehen zu widmen. Alles in allem ist festzustellen, dass das Fernsehen weiterhin eine wichtige Rolle in der öffentlichen Wahrnehmung spielt.

Für die jüngere Generation ist das Fernsehen nicht mehr so wichtig wie früher in den entsprechenden Jahrgängen. Junge Menschen sind heute mehr im Internet als im Fernsehen[23]. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass die parallele Inanspruchnahme von Fernsehdiensten über das Netzwerk methodologische Schwierigkeiten aufwirft[24]. Allerdings geht nur ein Teil der im Internet verstrichenen Zeit zu Lasten der TV-Zeit; der größte Teil ist auf die Ausweitung der gesamten Media-Zeit zurückzuführen.

Infolgedessen sinkt die Nutzungsdauer des Fernsehens auch in diesen Altersklassen nicht schnell. Im Medienbereich dieser Altersgruppe steht das Internet an der Spitze, gefolgt vom Fernsehen (siehe Abbildung unten). Dies ist in der Regelfall die Selbstauskunft der Teilnehmer, die gebeten werden, eine grobe Einschätzung darüber vorzunehmen, wie oft oder wie lange sie gewisse Datenträger verwenden.

Keiner gibt zum Beispiel zu, dass er oder sie stundenlang am Tag vor dem Fernsehen saß. Zudem stellt sich immer mehr die berechtigte Sorge, ob die Aufteilung in Fernsehen und Internet aus Sicht der Content-Sicht noch ausreicht: Es ist eine gute Idee: Über Medienbibliotheken, Streaming-Dienste und Video-Plattformen können die Beiträge aus dem TV-Programm direkt im Internet abgerufen werden.

Online-Inhalte, wie z.B. oft geklickte Filme, kommen in das normale TV-Programm. In den folgenden Jahren wendet man sich vom Fernsehen ab und wendet sich vor allem anderen medialen Bereichen zu. Die Veränderungen lassen sich nicht so erläutern, dass sich die Empfänger zunächst dem Fernsehen zuwandten und sich dann wieder abwandten.

Stattdessen sind diese Gruppierungen in einer medialen Welt aufgewachsen, in der die Position des Fernsehens bereits verhältnismäßig stark geworden ist: Für die Digital Natives sind und werden Online-Medien natürlich in erster Linie. Mit zunehmendem Alter werden diese Jahrgänge nicht mehr in eine lineare Fernsehkultur zurückkehren, sondern ihre eigenen Formen der Nutzung auf der Grundlage von Online-Medien nachbilden.

Je größer diese werden und je mehr andere Kohären wieder wachsen, die ihrerseits andere Nutzungsmöglichkeiten erschlossen haben, umso größer wird der Niedergang des "klassischen" Fernsehens sein. Aber nicht nur für die aktuellen Informationen und Hintergrundberichte, auch in anderen Bereichen ist es eine Zeitfrage, bis das Fernsehen hinter dem Internet zurückbleibt, also für Entertainment, Advertising oder Public Relations.

Die Verbundenheit der Empfänger mit einzelnen Programmen und Formaten ist auch heute viel geringer als früher. Nicht zuletzt ändern sich auch die Nutzungsstile: Das Fernsehen hat oft auch für ältere Menschen die Rolle eines Begleitsystems - eines visuellen Radios - eingenommen. Das bedeutet, dass die Empfänger dem Fernsehen nicht mehr die früher gebührende Aufmerksamkeit beimessen.

Dadurch wird das Fernsehen für die Werbebranche immer weniger attraktiv, was die Finanzbasis des Unternehmens untergraben wird. Im Gegensatz zum Fernsehen müssen die Versorger um ihr Fortbestehen bangen und sich auf schnell sinkende Marktanteile in allen wichtigen Absatzmärkten einrichten. Das Hauptaugenmerk hat sich vom Fernsehen auf die Online-Medien verlagert. Aus öffentlicher Sicht wird dem Geschehen in den Online-Medien viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt als dem, was im Fernsehen passiert.

Auf den Plätzen werden das Fernsehen, seine Akteure und Institutionen, die es gewohnt sind, im Zentrum der gesellschaftlichen Wahrnehmung zu sein. Das bringt den Fernseher in eine defensive Position. Dies führt dann zu einer weiteren Abkehr vom Fernsehen. Das Fernsehen hat in diesem Kontext in der Regel an Gewicht in der Bevölkerung verloren. Das Fernsehen hat sich in der Tat ausgeweitet - in der Angebotsfülle, den ganzen Tag über und bis in die letzten Ödland.

Es handelt sich um eine interne Aushöhlung, nicht zuletzt der gesamten journalistischen Signifikanz, d.h. der Signifikanz für die Bildung der öffentlichen Meinung. "Das Fernsehen ist immer noch ein starkes Medium." Doch das Fernsehen ist nicht mehr eine Selbstverständlichkeit. Mit den Online-Medien ist sie zu einem starken Wettbewerber auf den Märkten für Empfänger, Werbung und Inhalte geworden.

Das einzelne Online-Angebot kann das Fernsehen nicht auflösen. Doch insgesamt beginnt man, das Fernsehen aus seiner Funktion als Hauptmedium herauszudrängen und übernimmt Aufgaben wie die Gestaltung der Erinnerungen durch das Bild. Es hat sich noch keine arbeitsteilige Verteilung entwickelt, wie sie in der Vergangenheit zwischen Maschine und Fernsehen oder zwischen Radio und Fernsehen bestand.

Das Fernsehen wird sicher nicht untergehen; die über jahrzehntelange Entwicklung und die tief verwurzelten Lebensgewohnheiten sichern seinen Bestand. Riepl's Gesetz[25] besagt, dass einmal vorgestellte Massenmedien auch unter geänderten Rahmenbedingungen weiterexistieren. Sogar die Steinplatte ist ein "Überleben" als Grabplatte und Monument. Aber auch die Zeitung und das Hörfunkgerät sind nicht weggegangen, obwohl das Fernsehen einen überwältigenden Wettbewerb ausmachte.

So haben sie sich verändert, haben sich mit dem Wegfall der Vorherrschaft abgefunden, ihre funktionale Nische entdeckt und ihre Form verändert. Wie sieht es mit dem Fernsehen aus? Das Fernsehen wird sich auch damit auseinandersetzen müssen, dass es seinen Erfolgskurs nicht mehr ohne weiteres weiterführen kann. Das Fernsehen ist in Medienrepertoires eingebunden und prägt dieses nicht mehr.

Unter den geänderten Rahmenbedingungen muss sie schwinden und lernen: Auch wenn das Angebot an Fernsehdiensten durch die zunehmende Vernetzung weiter wächst, wird die Wichtigkeit des Fernsehempfangs nachlassen. Das Fernsehen wird sich ändern müssen, so wie sich auch das Hörfunkangebot hat. Das Fernsehen sollte sich daher an die veränderte mediale Logik anpassen: Neue hybride Formen mit Online-Medien wie Web-TV, Online-Plattformen, Internet-TV (IPTV), Internet on Demand, Medienbibliotheken, Online-Outlets von TV-Sendern, die Schaffung virtueller Communities um Kanäle und von TV-Sendern erwünschte und kontrollierte Formen, die Integration von Online-Ästhetik in das Fernsehen[26] werden entstehen.

Soziale Netzwerke wie Zwitschern und Faltblatt werden verstärkt in das Programm (Social TV) integriert, und vice versa wird das Fernsehen verstärkt in Online-Angebote eingebunden sein. Soweit die einzelnen Sender oder Teilbereiche der Sender erfahren, müssen sie weniger abnehmen als andere Bereiche, die nicht gewillt sind, sich im notwendigen Umfang zu ändern.

So wird das Fernsehspektrum größer - gleichzeitig wird es durch die Erweiterung der grauen Zone umrissener. Mit der Zusammenführung unterschiedlicher Dienstleistungen und Vorrichtungen, wie z.B. der Weiterentwicklung von Fernsehern, Computern, DVD- und Blu-ray-Playern sowie Spielkonsolen zu Multifunktionsunterhaltungs- und Infosystemen, geht dem Fernsehen der Stellenwert als Leitmedium verloren, vielmehr wird das Fernsehen zum massenmedialen Teil der neuen hybriden Medien.

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