Wenn Sie einen Film online auswählen und ansehen möchten, nutzen Sie Video on Demand (VoD), also „Video auf Abruf“. Sie starten den Film selbst, statt zu einer festen Sendezeit fernzusehen. In einer digitalen Videothek zahlen Sie einmal für einen Film und können ihn innerhalb einer festgelegten Frist ansehen.
VoD gibt es auch als Abo oder über kostenlose Mediatheken. Bei einer Filmausleihe wählen Sie einen Titel aus und prüfen Preis sowie Leihdauer. Anschließend starten Sie die Wiedergabe über das Internet. Welche Filme verfügbar sind und wie lange Sie darauf zugreifen können, hängt vom Anbieter und vom Titel ab.
VoD umfasst mehrere Modelle
Die digitale Videothek ist eine Form von VoD: Sie zahlen pro Film und leihen ihn für einen bestimmten Zeitraum. Daneben gibt es Streaming-Abos, bei denen ein wechselnder Katalog im monatlichen Beitrag enthalten ist, sowie kostenlose Mediatheken. Ein Abo gewährt nicht automatisch Zugriff auf alle Filme eines Anbieters. Manche Titel kosten zusätzlich eine Leih- oder Kaufgebühr.
Auf der Filmseite sehen Sie, welche Optionen es für einen Titel gibt: Er kann zum Leihen, zum Kaufen oder im Abo verfügbar sein; fehlt die Leihoption, lässt sich der Film bei diesem Anbieter nicht ausleihen. Die Kataloge unterscheiden sich, weil Anbieter nicht für alle Titel die gleichen Rechte haben, sie anzubieten.
Film suchen und ausleihen
Sie können in der App oder auf der Website des Anbieters nach einem Filmtitel suchen oder den Katalog durchstöbern. Öffnen Sie die Detailseite und prüfen Sie dort die Leihoption, den Preis und die verfügbaren Wiedergabeformen. Nach der Anmeldung mit Ihrem Nutzerkonto bestätigen Sie die Ausleihe. Danach starten Sie den Film beim Anbieter.
Beim Streaming überträgt der Anbieter den Film über das Internet, während Sie ihn ansehen. Einige Anbieter erlauben außerdem, einen Leihfilm auf Geräte herunterzuladen, die den Dienst unterstützen. Das ist nicht bei jeder Ausleihe und auf jedem Gerät möglich. Prüfen Sie daher vor der Buchung, ob ein Download angeboten wird, wenn Sie den Film ohne laufende Internetverbindung ansehen möchten.
Wie lange bleibt der Film verfügbar?
Eine Ausleihe läuft nach einer festgelegten Zeit ab. Bei mehreren großen Diensten haben Sie nach der Buchung 30 Tage Zeit, den Film zu starten. Sobald die Wiedergabe beginnt, gilt eine kürzere Frist: Bei Apple TV sind es 48 Stunden; Prime Video nennt mindestens 48 Stunden und weist darauf hin, dass einzelne Titel länger verfügbar sein können.
Auch andere Anbieter teilen die Frist in eine Zeit bis zum Start und eine Wiedergabezeit danach auf. Bei VIDEOBUSTER beträgt die Aktivierungsfrist beispielsweise 30 Tage, anschließend bleiben 48 Stunden zum Ansehen. Da diese Zeiträume nur Beispiele sind und nicht automatisch für alle digitalen Videotheken gelten, prüfen Sie vor der Ausleihe auf der Filmseite die Frist, vor allem, wenn Sie den Film erst später ansehen möchten.
Was kostet eine Ausleihe?
Bei einer digitalen Videothek zahlen Sie pro Film. Einen einheitlichen Preis für alle Anbieter und Titel gibt es nicht. Der Preis hängt unter anderem vom Film und vom Angebot ab. Sie sehen ihn vor der Buchung auf der Filmseite.
Die Preise unterscheiden sich auch zwischen den Anbietern: Vodafone nennt für seine Videothek eine Spanne von 0,99 bis 4,99 Euro pro Leihfilm. Im Apple Store erscheinen Leihfilme unter anderem in Preisgruppen von 0,99, 3,99 und 5,99 Euro. Diese Angaben beschreiben die jeweiligen Angebote, keine feste Marktpreisliste. Prüfen Sie den angezeigten Betrag vor dem Bestätigen der Ausleihe.
Ein Abo und eine Filmausleihe sind getrennte Kosten, sofern der Titel nicht ausdrücklich im Abo enthalten ist. Prime Video führt etwa Filme im Abo-Katalog neben Titeln, die extra kosten. Achten Sie deshalb darauf, ob auf der Detailseite „Leihen“, „Kaufen“ oder eine Nutzung im Abo angegeben ist.
Digitale Ausleihe ohne Filialbesuch
Für eine digitale Ausleihe müssen Sie nicht zu einer Filiale fahren und keine DVD oder Blu-ray zurückbringen. Sie wählen den Film zu Hause aus und können die Wiedergabe nach der Buchung starten. Im Katalog sehen Sie außerdem, ob ein bestimmter Titel beim Anbieter verfügbar ist und welche Buchungsoptionen es gibt.
Ein digitaler Katalog ist jedoch nicht automatisch vollständiger als das Angebot einer klassischen Videothek. Auch das persönliche Stöbern und Empfehlungen vor Ort entfallen. Bei einer Ausleihe über eine App gibt es keine Beratung vor Ort und keinen Austausch mit anderen Filmfans.
Grenzen beim Streaming und Filmkauf
Für das Streaming brauchen Sie eine Internetverbindung und ein Gerät, das den Dienst unterstützt. Bildqualität und Wiedergabe hängen deshalb auch von der Internetverbindung und davon ab, ob Ihr Gerät mit dem Dienst funktioniert. Ein Download hilft nur, wenn der Anbieter ihn für den Titel und das verwendete Gerät zulässt.
Auch ein digital gekaufter Film ist nicht in jedem Fall dauerhaft unabhängig vom Anbieter verfügbar. Prime Video weist darauf hin, dass Nutzungsrechte oder andere Beschränkungen den Zugriff auf gekaufte Titel beeinflussen können. Wenn Ihnen eine eigene Filmsammlung wichtig ist, sollten Sie die Bedingungen der Kaufoption prüfen und sie nicht ohne Weiteres mit dem Besitz einer Disc gleichsetzen.