Wer eine Fernsehsendung verpasst, findet sie oft später in der Mediathek des Senders. Dort kannst du Filme, Serien, Nachrichten und Dokumentationen ansehen. Manche Sender zeigen dort auch ihr laufendes Programm live.
Wie lange du eine Sendung ansehen kannst, welche Folgen verfügbar sind und ob du sie im Ausland ansehen kannst, hängt vom Angebot und den Rechten ab. Prüfe auf der Videoseite, wie lange die Sendung verfügbar ist und ob ein Ablaufdatum angegeben ist.
Welche Inhalte Mediatheken anbieten
Die Mediatheken bieten häufig Filme und Serien, Dokumentationen, Reportagen, Wissenssendungen, Nachrichten und Unterhaltung. Dazu kommen Livestreams, also laufende Fernsehprogramme im Internet. Je nach Sender gibt es auch regionale Programmvarianten oder einzelne Sendungen, die schon vor ihrer Ausstrahlung im Fernsehen online stehen.
Die ARD Mediathek sammelt beispielsweise Beiträge von Das Erste und den Landesrundfunkanstalten. Beim ZDF lassen sich unter anderem Filme, Serien und Dokumentationen finden, dazu Inhalte von ZDFneo und ZDFinfo. Die Angebote sind trotzdem nicht austauschbar: Eine zentrale Mediathek enthält nicht automatisch alle Sendungen aller Sender.
Achte beim Auswählen auch auf Zusatzangebote. Bei einzelnen Videos gibt es Untertitel oder Audiodeskription. Manche Beiträge bieten auch Gebärdensprache. Ob diese Fassungen verfügbar sind, hängt vom Beitrag ab. Ob du Videos herunterladen und ohne Internetverbindung ansehen kannst, hängt vom Anbieter, vom Gerät und vom Video ab. Das ZDF erlaubt in seiner App bei den meisten Videos eine Offline-Wiedergabe; im Web sind Downloads auf bestimmte Videos mit entsprechender Lizenz beschränkt.
Fernsehsendungen später ansehen
Du kannst eine verfügbare Folge ansehen, wann es dir passt, statt dich nach dem Sendeplan zu richten. Suchfunktion, Kategorien und Programmübersichten helfen dabei, eine bestimmte Sendung zu finden. In der ARD Mediathek gibt es außerdem einen Programmkalender mit vergangenen und kommenden Sendeterminen. Ein Eintrag im Kalender bedeutet allerdings nicht automatisch, dass die Sendung als Video abrufbar ist.
Manche Sendungen stehen bereits vor dem Fernsehabend online. Bei einigen Sendern lässt sich ein laufender Livestream zurückspulen. Bei Das Erste kannst du laut ARD bis zu zwei Stunden zurückspringen; die Funktion steht jedoch nicht bei allen Sendern oder Geräten zur Verfügung.
Nach einer Live-Sendung erscheint die fertige Aufzeichnung mitunter erst später. Die ARD erklärt etwa, dass die 20-Uhr-Ausgabe der „Tagesschau“ frühestens 45 bis 60 Minuten nach der Ausstrahlung als Video bereitsteht. Wenn du direkt nach dem Ende nichts findest, prüfe den Livestream mit Zurückspulfunktion oder suche später noch einmal nach der Aufzeichnung.
Verfügbarkeit und Ablaufdatum prüfen
Nach einer Fernsehausstrahlung steht die vollständige Sendung nicht automatisch in der Mediathek. Die Rechte unterscheiden sich je nach Inhalt, etwa bei Musik, Filmen, Sport und anderen Angeboten; gesetzliche Vorgaben setzen weitere Grenzen. Außerdem muss der Sender eine Live-Sendung erst bearbeiten, bevor das Video erscheint. Deshalb können bei Serien einzelne Folgen oder ganze Staffeln fehlen.
Die Fristen unterscheiden sich ebenfalls. Eine Übersicht der ARD nennt für bestimmte Sportgroßereignisse eine Frist von sieben Tagen. Für fiktionale Inhalte beträgt sie je nach Kategorie bis zu einem Jahr; bei Nachrichten oder Dokumentationen sind es bis zu zwei Jahre. Für einzelne Wissens- und Bildungsangebote nennt die Übersicht bis zu fünf Jahre. Diese Angaben gelten für bestimmte ARD-Kategorien. Andere Sender können andere Fristen festlegen. Vertragliche Rechte können die tatsächliche Verfügbarkeit verkürzen oder verhindern, dass ein Video überhaupt online steht.
Prüfe deshalb das Ablaufdatum direkt auf der Seite der Sendung, bevor du sie auf später verschiebst. Wenn ein Titel nicht in der Suche auftaucht, helfen manchmal die alphabetische Übersicht, der Programmkalender oder die Suche nach dem Namen der Reihe statt nach dem Folgentitel. Laut ARD erscheinen nicht verfügbare Beiträge nicht immer in der Suche.
Mediatheken im Ausland nutzen
Einige Videos sind nur in bestimmten Ländern abrufbar. Diese regionale Beschränkung heißt Geoblocking: Der Anbieter prüft, von wo aus du auf das Video zugreifst, und sperrt Inhalte, wenn die Rechte den Abruf dort nicht erlauben. Das kann einzelne Filme oder Sportübertragungen betreffen, während andere Beiträge derselben Reihe verfügbar bleiben.
Auch Livestream und Abrufvideo können unterschiedlich freigegeben sein. Das ZDF bietet seine durchgehenden Livestreams nach eigenen Angaben nur in Deutschland an; einzelne Sendungs-Livestreams können weltweit erreichbar sein. Außerhalb Deutschlands und Frankreichs hängt es bei ARTE von der Region ab, welche Videos du ansehen kannst. Wenn du im Ausland bist oder eine Reise planst, prüfe die Länderhinweise des jeweiligen Anbieters.
So findest du die passende Sendung
Suche zuerst nach dem Sendungstitel oder der Reihe. Wenn du die Folge nicht findest, probiere die Programmübersicht oder suche nach einem bekannten Namen aus der Sendung. Wenn eine Live-Ausstrahlung gerade zu Ende ist, suche nach kurzer Zeit noch einmal. Die Aufzeichnung muss möglicherweise erst verarbeitet werden. Wenn das Video fehlt, prüfe, ob ein Livestream mit Rücksprungfunktion oder eine regionale Programmvariante angeboten wird.
Vergleiche bei mehreren Anbietern nicht nur, ob eine Sendung auftaucht, sondern auch, welche Folgen verfügbar sind und wann sie verschwinden. Ein kostenloser Livestream oder eine TV-Ausstrahlung bedeutet nicht zwingend, dass der vollständige Inhalt anschließend im Abrufkatalog liegt. Bei privaten Angeboten wie Joyn können zudem einzelne Folgen je nach Lizenzlage unterschiedliche Abruffristen haben.